[1] Caspar Cruciger freute sich über die Besserung von D.s Gesundheit, und daß D. wieder an Luthers Genesisvorlesung arbeitet [⇨ 4865; 5698]. Cruciger siecht dahin, aber mit ungetrübtem Geist liest er Ptolemaios [⇨ 5514] und betet für Kirche und Studien.
[2] M. schickt das einzige Exemplar des von D. gewünschten Gutachtens [bei ⇨ 5314]. Die Kritik am [Interim] ist mit Rücksicht auf den Rat von [Halle] maßvoll. Der Rechtfertigungsartikel wird klar zurückgewiesen. Bezüglich des Meßopfers verhinderten die D. bekannten Meinungsverschiedenheiten in den eigenen Reihen [3682; 5229.1; 5246.3; 5323.2; 5342; 5378.2; 5425.2; 5433.1; 5481.1; 5488] eine klare Stellungnahme. Nun da der Sühnopfergedanke abgewehrt ist, quält M. die schwierige Frage, ob man überhaupt mit dem griechischen Kanon von einem Opfer sprechen soll.
[3] M. wird soeben an den Hof [nach Torgau] gerufen, seine Gegner [Johannes Agricola, ⇨ 5249] wahrscheinlich auch.
[4] Auf D.s Frage, ob die [Prediger Nürnberg] verlassen sollen, rät M., das Verhalten des Rates nach der Rückkehr des Kaisers abzuwarten, der aber vermutlich nach Lübeck ziehen werde. M. wünscht, daß einige tapfere [Prediger] ausharren.
[5] Beilage [⇨ 5325.1]. Gedenktag Demosthenes.
[6] M. bittet um schnelle Beförderung eines Briefes von [Johannes] Sturm [⇨ 5321.4] nach Straßburg.