Über die [Religions]verhandlungen in Regensburg.
[1.1] Anfängliche Erwartungen der Protestanten bezüglich der Reformpläne des Kaisers, genährt von Kf. Joachim II. von Brandenburg, Lgf. [Philipp von Hessen], Leuten um [Nikolaus] Granvella, sowie Eustachius [von Schlieben], dem hessischen Kanzler [Johannes Feige], [Johannes] Gropper, Straßburg und Augsburg.
[1.2] M. war darüber entsetzt, noch bevor er die Hintergründe erfuhr, weshalb Granvella das [Regensburger] Buch [⇨ 2705.2.2] verfassen ließ, was Gropper und Gerhard [Veltwyk] besorgten in Verbindung mit Bucer. M. hält den hessischen Kanzler [Johannes Feige] aufgrund von dessen Äußerungen in Worms [⇨ 2638] für den Urheber des ganzen Planes. Lgf. [Philipp] jedoch mißbilligte das Buch und markierte die entscheidenden Stellen [2.7].
[1.3] Nachdem Bucer und Capito, vielleicht auch Jakob Sturm, das Buch gesehen hatten, wurde es dem Lgf. und dem Kf. Joachim zugeschickt, die sich schon in Frankfurt[Main, ⇨ 2150ff] über Konkordienpläne beraten hatten, und von letzterem auf Wunsch Granvellas dem Kaiser unterbreitet. Von Gropper erfuhr M., daß auch Kf. [Johann Friedrich] und Luther eingeweiht werden sollten; Luther erhielt aber nur eine schlechtere Fassung ohne Kenntnis der Umstände [⇨ 2695].
[1.4] Das Verhalten des Lgf. [Philipp von Hessen].
[1.5] Granvella ein Papist. Auch Gropper bedauerte gegenüber M. seine Mitarbeit.
[2.1] Im Kolloquium half [Bucer] mehr dem Gropper als M., der lieber bei der CA geblieben wäre. Nur Eck lehnte das Buch ebenso ab.
[2.2] Der Artikel von der Rechtfertigung wurde durch einen neuen ersetzt [⇨ 2705.2.4]. Differenzen M.s mit Bucer und Jakob Sturm sowie Groppers und Julius [Pflugs] mit Eck.
[2.3] Die Formel des Legaten [Gasparo Contarini] wurde allgemein verworfen.
[2.4] Eck und M. wollten mit der CA fortfahren, doch wurde wieder das Buch zugrundegelegt. M.s Kritik am Artikel über die Kirche
[2.5] wurde von [Bucer] und Granvella zurückgewiesen, wogegen der Lgf. sich vom Konkordieren zu distanzieren begann. Pfgf. Friedrich erlaubte Gegenartikel [2685].
[2.6] Firmung ohne Mißbräuche mit Katechismus und Gebet von M. toleriert.
[2.7] Der Streit um die Transsubstantiation. Den Lgf. reut der Handel. Einige Erklärungen eingereicht [⇨ 2686; 2693; 2696]. M. beschuldigte Eck, der dann krank wurde, Fragen wie die nach dem Fressen der Maus anzuschneiden, und er insistierte auf dem Sakramentscharakter im Vollzug. Gegenartikel [2694].
[2.8] Streit um Beichte und Genugtuung. Gropper verlangt die Aufzählung der Sünden. Maßvoller Gegenartikel [2697] mit einer Verteidigung [2698]. M. zwingt Granvella zu einer Entschuldigung.
[2.9] Kirchenregiment und Bischöfe. Wegen Papst, Sukzession, Ordnung der Zeremonien, auch derer, die von göttlicher Einsetzung sind, sowie Gehorsam, lehnte M. den ganzen Artikel ab, was nicht nur mit Gropper und Granvella, sondern auch mit Bucer und Feige Streit gab und Kf. Joachim aktivierte. Aus Eile kurzer Gegenartikel [2707].
[2.10] Heilige, Messe, Kelchentzug, Ehe, Mönchtum. Gegenartikel [2708-2711].
[3.1] Nach Übergabe von Buch und Gegenartikeln an den Kaiser [2713] veranlaßten Kf. Joachim und Johann von Weeze den Lgf. zu weiteren Vergleichsverhandlungen [⇨ 2720ff]. Rede des Eustachius [von Schlieben]. Ablehnung.
[3.2] Dennoch schickte Kf. Joachim dem Lgf. Artikel [⇨ 2721], der darüber beraten ließ. Die Theologen lehnten in einer kurzen Schrift [2727] ab.
[3.3] Beispiele aus diesen Artikeln.
[3.4] Scheitern und Abreise des Lgf.
[4.1] Drohung gegenüber M.; Antwort an den Kaiser [2752]. Die Härte des [Hz. Wilhelm] von Bayern [⇨ 2745] und des [Eb. Albrecht] von Mainz macht deutlich, daß jedes Entgegenkommen sinnlos war.
[4.2] Äußerungen des Kaisers und
[4.3] des [Louis] de Praet.