[1] Mbg.s Sohn [Christoph] ist wohlauf und lernt [⇨ 5273; 5276.2]. Ein direkt aus Ulm Kommender berichtete M. heute, daß der Kaiser in Ulm die Prediger [⇨ 5284.8] gefangen abführen ließ; in Speyer wird er das Reichskammergericht eröffnen, in Worms seinen Sohn [Philipp von Spanien] erwarten.
[2] Wenn die Antwort des Kaisers [wegen des Interims, ⇨ 5233f] eintrifft, soll Mbg. sie M. mitteilen. M. könnte vieles erzählen [⇨ 5264ff], aber nicht schreiben. Nürnberg hat [trotz Annahme des Interims] nur drei Dinge eingeführt: zusätzliche Feste, Fasten und die Privatbeichte. Die Prediger sollen ohne Namensnennung und ohne Polemik die Lehre verkündigen.
[3] Den leichtfertigen Sohn [Hilarius] des [Claudius] Cantiuncula schickte M. mit einem Brief an den Vater nach Hause zurück. M. schickt Mbg. die Quittungen.
[4] Johannes Agricola hetzt [Kf. Joachim II.] von Brandenburg gegen M. auf [⇨ 5249]. M. bleibt, damit sich die Universität nicht auflöst. Sein Gottvertrauen. Er wurde erneut nach England gerufen [⇨ 5248].
[5] Während der kurzen Verhandlung in Pegau [⇨ 5264-5270] über den Rechtfertigungsartikel [des Interims] erfuhr M., daß [Pedro de Malvenda] gegen den Willen der anderen den Wortlaut verschlechtert hat. Dasselbe beklagte auch [Kf. Joachim II.] von Brandenburg.
[6] M. wünscht, daß Matthäus [Ratzeberger] mit ihm versöhnt wird. Er verteidigt seine Äußerung [über Luther] in dem Brief [an Christoph von Carlowitz: 5139].