M. an Michael Meienburg in Nordhausen.
- [Wittenberg, 23. Juli 1548]
[1] M. hat Nordhausens Entwurf einer Antwort an den Kaiser gelesen und mit kleinen Korrekturen versehen.
[2] Der Bf. von Arras [Anton Granvella] und seinesgleichen hetzen den Kaiser auf und wollen Deutschland unterjochen. Die pommerschen Gesandten [Martin Weyer u.a.] berichteten, der Kaiser habe dieses Jahr ein Heer nach [Norddeutschland] schicken wollen, aber davon Abstand genommen; [Hz. Ulrich] von Württemberg habe das Interim abgelehnt.
[3] [Martin] Bucer schickte ein ablehnendes Gutachten [⇨ 5219.2] über das Augsburger [Interim]; Straßburg hat es noch nicht angenommen. Übereinstimmung in der Lehre soll hergestellt werden. [Kf. Joachim II.] von Brandenburg hat Bucer [in Augsburg] hinterlistig behandelt.
[4] Nürnberg hofft auf Milderung [⇨ 5213].
[5] Segenswunsch für die Familie; Gruß an Matthäus [Ratzeberger].
Fundort:
CR 7, 81 Nr. 4304.
‒ MBW.T 18.
Datierung:
Datum: 3 referiert 5219. Beantwortet hat M. diesen Brief Bucers am 4. August (5246); doch berichtet er offensichtlich schon am 25. Juli daraus (5236.4). Deshalb dürfte 5234 mit 5233 abgegangen sein. Der eigens von den Wittenbergern nach Straßburg entsandte Bote (⇨ 5219.1) konnte die Rückreise in 10 Tagen leicht bewältigen.