M. an Joachim Moller [in Celle].
- [Wittenberg], 17. April [1552]
[1] M. schickt die übliche Osterbetrachtung [des Rektors Paul Eber: Scripta publica 1, Bl.404b-407a] und verspricht Palästinakarten [von Tilemann Stella, ⇨ 6352.4].
[2] Universität und Stadt [Wittenberg] sind ruhig. M. wird nur aus schwerwiegendem Anlaß weichen. Gebet.
[3] Die Heere des Mgf. Albrecht [von Brandenburg-Kulmbach] und Hessens operieren südlich von Augsburg. Dinkelsbühl, Nördlingen und Augsburg setzten die von [Heinrich Haß], den Mo. in Worms [⇨ 2597.2; ⇨ 2601.1; auch 2705.1.5] gesehen hat, entfernten Räte wieder ein und erneuerten die evangelische Kirche. In Franken wurde das in Klöstern gefundene Getreide billig verkauft. M. träumte von [Kf. Moritz von Sachsen]. Der Kaiser soll auf dem Weg nach Ingolstadt sein.
[4] M. wird sein Fernbleiben vom [Trienter] Konzil [⇨ 6417.2; ⇨ 6425] mündlich begründen. [Johannes] Brenz und die Straßburger sind hingegangen. Brenz schreibt, er sei in [Trient] untätig, die deutschen Bischöfe seien heimgekehrt. Äußerungen gegen die italienischen und spanischen Bischöfe. M. erwartet für die Kirche vom Aufruhr nichts, er wünscht nur Eintracht unter den Geistlichen.
Fundort:
CR 7, 983f Nr. 5098.
‒ MBW.T 22.
Datierung:
Jahr aus 1 und 4.