[1] Der schriftliche Verkehr mit Med. ist M. willkommen in einer Zeit, in der er auf Exil oder Kerker gefaßt ist. Johannes Agricola wütet in Predigten gegen ihn [⇨ 5249] und sucht ihn mit Hilfe des kaiserlichen Beichtvaters [Pedro de Soto] zu beseitigen. Doch M. flieht nicht, obwohl man ihm dazu rät; er betet.
[2] [Johannes] Brenz, [Hieronymus] Nopp und [Wolfgang] Musculus wurden vertrieben. M. hat vorausgesagt, daß die Fürsten einen solchen unlauteren Kompromiß schließen werden. Er kann die Politiker nicht hindern, bleibt aber seiner Lehre treu.
[3] M. lobt Med.s Schrift.
[4] Die Geschichte von dem Gespräch mit einem Engel bei Kronach kennt M. von dem Augenzeugen, einem Bäcker [aus Erfurt, vgl. die mit Mai 1548 datierte Erzählung: München SB, clm 941, f. 328r].
[5-8] Beilagen:
[5] Antwort auf Med.s Fragen über das [Interim]:
[5.1] Die Theologen sollen ihre Entscheidung von der der Politiker trennen.
[5.2] Einige Grafen in der Nachbarschaft bestärken ihre Prediger in der rechten Lehre und wollen ihre Art der Annahme des [Interims] vor dem Kaiser verantworten.
[5.3] Ein Buch ist verwerflich, wenn Teile daraus schlecht sind. Doch ist jeder Artikel einzeln zu beurteilen, was die Gutachten der [Wittenberger: 5182; 5208] und Straßburger [⇨ 5219.2] tun.
[6] Das Schicksal von [Johannes] Brenz; der Rat [von Schwäbisch Hall].
[7] Die Straßburger Gemeinde schickte [Johannes Marbach]; er brachte deren [Interims]gutachten [⇨ 5252], das mit [5182] übereinstimmt, aber mehr beanstandet [⇨ 5253]. [Martin] Bucer schreibt, er habe in Augsburg trotz Pressionen das [Interim] nicht unterschrieben, was von Eustachius von Schlieben bestätigt wird.
[8] Soeben kam ein Brief eines Augsburger Bürgers [NN], wonach der gefangene [Hz. Johann Friedrich] von Sachsen wohlauf ist.