[1] M. ist [aus Merseburg, ⇨ 4965f] heimgekehrt. Seine verwaisten [Enkelkinder, ⇨ 4926.2] erinnern ihn an die Kirche.
[2] Freunde beschweren sich in Briefen [⇨ 4960] bei ihm, daß [Johannes Bugenhagen] in seinem Buch [⇨ 4876.2] den [Kf. Moritz von Sachsen] wegen des Krieges gegen [Kf. Johann Friedrich von Sachsen] nicht verurteilt hat. M. ist über diese ständigen Vorwürfe verletzt, würde am liebsten bis nach Byzanz (so pflegt er zu scherzen) entfliehen und meint, daß man mit solchen emotionalen Urteilen nicht der Kirche dient.
[3] [Georg Buchholzer] ist im Auftrag des Kf. [Joachim II.] von Brandenburg da, um M. [für die Universität Frankfurt/Oder] zu gewinnen [⇨ 4969]. M. wollte sich in [Nordhausen] vor Ende des [Augsburger] Reichstags an keinen Fürsten binden [⇨ 4801.2], ließ sich dann doch von [Fürst Georg] von Anhalt nach Leipzig holen [⇨ 4811ff] und ging um der Universität oder um der Kollegen willen oder aus Zermürbung nach [Wittenberg], was vielleicht ein Fehler war. Bedenken hat er gegen eine Neugründung [Jena], sowie nach Kurbrandenburg, zu seinem Bruder [Georg Schwartzerdt d.J., d.h. an die Universität Heidelberg] oder an die Universität [Tübingen] zu gehen. Er bittet C. um Rat.
[4] [Johannes Bugenhagen] ist die Treppe hinuntergefallen.
[5] Georg Maior [in Merseburg] geht es besser; er hat sich über das Kommen seines Sohnes [Christoph oder Georg] gefreut.
[6] M.s Nachtgedanken über das Tempelweihefest.