[0] Auf ein Schreiben des Kf. und mündliche Erläuterungen Georg [Buchholzers] antwortet M.:
[1] M. dankt dem Kf. für die länger als 20 Jahre erwiesenen Gunstbezeugungen und ist weiterhin bereit, seiner Kirche und den Leuten zu dienen. Wegen Luthers Witwe [Katharina] und Kinder [Martin, Paul und Margarete] konnte er nicht von Zerbst nach Stendal zu den anderen [Kollegen der Universität Wittenberg, ⇨ 4891] ziehen [⇨ 4737], was ihm leid tut.
[2] Zum Ruf an die Universität Frankfurt[Oder] erklärte M., daß er zur Wiedererrichtung der Universität nach [Wittenberg] gekommen ist und sich während der Abwesenheit des Kf. Moritz von Sachsen und vor dem Ende des [Augsburger] Reichstags nicht entscheiden will.
[3] Er lehnt das angebotene ständige Rektorat grundsätzlich ab und spricht sich für kollegiale Zusammenarbeit aus.
[4] M. hat vor vielen Jahren zu J. gesagt, er bleibe in [Wittenberg], um größeren Streit zu vermeiden. Er will auch jetzt der Einheit dienen. Seine Lehre wird er nicht ändern. Gebet.
[5] Gedenktag Tempelweihefest.