M. an [Erhard Heckelmann in Königsberg].
- [Zerbst], 6. April 1547
[1] Die elterliche Liebe ist ein Hinweis auf die Liebe Gottes, der kein stoisches [Fatum] ist.
[2] Seinen Schmerz um den Verlust der geliebten Tochter [Anna Sabinus] sucht M. durch die himmlische Lehre zu dämpfen, und er dankt H. für den trostreichen Brief [4634] und für seine Hilfe zu Lebzeiten der Tochter,
[3] die ihm Gott vergelten wird.
[4] M. schrieb an [Georg] Sabinus [4694], daß er seine Töchter zu M. schicken möge; zumindest die schwächliche Martha soll zusammen mit ihrer Schwester [Katharina], die schon lesen und schreiben kann, erzogen werden. M. ersucht H. um Fürsprache bei Sabinus.
Fundort:
CR 6, 469f Nr. 3818.
‒ MBW.T 16.
Datierung:
Tagesdatum: Überliefert sind der 5. und der 6. April. Laut 4 nach 4694 geschrieben (so schon Christmann 29). Als Adressat sind sowohl Friedrich Staphylus als auch der Sekretär des Hz. Albrecht von Preußen überliefert. Der höfliche Ihr-Stil und der Dank für die der Tochter erwiesenen Wohltaten paßt nicht auf M.s Schüler (⇨ 4559), dem er sonst per Du schreibt (4404; 4852). Der Adressat Staphylus dürfte aus 4672.3 erschlossen sein.