[1] Gebet um Befreiung aus diesen Verwicklungen. M. las B.s Stellungnahme [zum Regensburger Religionsgespräch], die sachlich mit seiner [2738; 2740] übereinstimmt. Doch hat M. mit Rücksicht auf die Einmütigkeit der [Protestanten] weniger scharf formuliert. Immerhin drohte er, im eigenen Namen den Kaiser nachdrücklich vor dem [Regensburger Buch] zu warnen, falls sein im Auftrag verfaßtes Schriftstück [2751], das heute beraten wird, nicht angenommen werde.
[2] Die Reaktionen der Gegenseite: Ablehnung durch Hz. Wilhelm von Bayern [⇨ 2745] und [Johannes] Eck, der dem Buch vorwirft, es melanchthonisiere [CR 4, 459f Nr. 2291; ARC 3, 387], womit er [dem Verfasser Johannes] Gropper Unrecht tut. [Gasparo] Contarini versammelte die Bischöfe; er rät zur Annahme [vgl. CR 4, 506-509 Nr. 2303f], aber M. vermutet, aus Heuchelei mit Rücksicht auf den Kaiser. [Eb. Albrecht von Mainz] übertrifft (dem Antiphon bei Thukydides vergleichbar) als einziger von den Kurfürsten die Italiener an Schläue.
[3] [Bucer] ist in den Fragen der Kirchengüter erstaunlich unnachgiebig. Heute wird über die Antwort an den Kaiser beraten.
[4] Pfgf. Philipp [der Streitbare] hat das Abendmahl unter beiderlei Gestalt empfangen. Grüße von [Erhard] Schnepf, Balthasar [Käuffelin] und Alexander Alesius. [Caspar] Cruciger reiste heim [⇨ 2737].