M. an Johannes Brenz in Schwäbisch Hall.
- [Wittenberg], 2. Mai 1542
[1] B. soll häufiger schreiben; M. wurde um dasselbe von [Jakob] Micyllus gebeten.
[2] Ecks heftige Schrift gegen [Bucer, ⇨ 2883.2] hat den Nutzen, daß dadurch die [Vertreter der Mittelpartei wie Nikolaus Granvella] die Sinnlosigkeit künstlicher Versöhnungsversuche erkennen können. Die Hintergründe hat M. erst gegen Ende des [Regensburger Reichs]tags erfahren. M. erläutert seine Mäßigung in den Vorreden zu seiner Edition der Regensburger Akten [2816f; 2863; 2865]. Er schätzt die aristokratischen Städte höher als die Fürstenhöfe.
[3] Zwischen [Kf. Johann Friedrich] und Hz. Moritz von Sachsen brach ein Streit um die bischöflich meißnische Stadt [Wurzen] aus; Hz. Moritz war von [gewissen Ratgebern] angestiftet worden. [Lgf. Philipp von Hessen] wird dieser Tage [in Wittenberg] erwartet; M. schätzt seinen Anteil an der Beilegung des Streites gering ein. Wissenswerte Neuigkeiten wird B. durch Veit [Dietrich] erfahren.
[4] M. schickt eine Kopie seines Briefes an den Vater der beiden Studenten Christoph und [NN]. Sie benehmen sich gut, was auch ein ihnen befreundeter fränkischer Adliger [NN] bestätigte. Der Rektor [Jakob Milichius] und M. haben Christoph gegen eine unberechtigte Anklage verteidigt. B. soll den Vater beruhigen.
Fundort:
CR 4, 809f Nr. 2483.
‒ MBW.T 11.