M. an Gf. Gebhard von Mansfeld. Dt. - [Wittenberg], 19. Juli 1551
[1] G. hätte gleich [nach Empfang von 6132] den [Michael Coelius] u.a. zur Prüfung der [Confessio Saxonica, ⇨ 6080] nach [Wittenberg] schicken sollen, wie Mgf. Johann [von Brandenburg-Küstrin] und Fürst Wolfgang von Anhalt getan haben [⇨ 6111]. [Kf. Moritz von Sachsen] befahl, sie allen Gesandten vorzutragen. Gedruckt werden soll sie zunächst nicht. Sie stimmt mit der CA überein; am Anfang ist für die fremden Nationen eine Darstellung des Beginns der [Reformation]. Die [Wittenberger] haben nur eine unkorrigierte Abschrift; das Original mit den Unterschriften [⇨ 6127.1] wurde an den Hof [nach Dresden] geschickt.
[2] Vor zwei Tagen erfuhr M. [⇨ 6148.1.3], daß Württemberg und Straßburg sich auf die [Confessio Virtembergica] geeinigt haben. Wenn das Konzil zustande kommt, müssen die [Evangelischen] ihre Stellungnahmen koordinieren, und die Schriften dürfen vorher nicht publiziert werden.
[3] Erneute Aufforderung, eine Delegation zur Prüfung der [Confessio Saxonica] zu entsenden [⇨ 6152-6154; ⇨ 6214-6216].
Fundort:
Abschrift [von Johannes Wigand] am 23. Juli angefertigt: Wolfenbüttel HAB, Cod. Guelf. 12.9 Aug. 2o, f.203r-v.
‒ MBW.T 21 (erstmals publiziert).
Nachtrag:
Auf Wittenberg [nicht: Torgau] als Absenderort weist domi Z.27f hin.