[0] Am 23. September kamen Michael Coelius, W., [Johannes Praetorius (Stolberg) und Valentin Sifridi] nach Wittenberg. Sie überreichten M. die Kredenzschriften ihrer Auftraggeber [Gff. Gebhard und Johann Georg von Mansfeld, Wolfgang von Stolberg und Ludwig von Stolberg-Königstein]. M. ging mit ihnen zu Johannes Bugenhagen, wohin auch Georg Maior kam. Coelius erläuterte den Auftrag der Gesandtschaft. M. antwortet folgendes:
[1] Bei den Verhandlungen am [Dresdner] Hof über die Beschickung des Konzils erstellte M. ein dreigeteiltes Gutachten [6164]. Gemäß dem Schreiben des Kaisers an [Kf.] Moritz [von Sachsen] wurde die Beschickung beschlossen, die auch den benachbarten Glaubensgenossen empfohlen werden soll. Wer entsandt wird, bleibt diesen überlassen. M. ist dazu bereit. Die Confessio [Saxonica, ⇨ 6215] stimmt mit der CA überein, wozu noch der Anfang der Religionsspaltung dargestellt wird.
[2] Weitere Beratung des Hofes über den Zeitpunkt der Überreichung dieser Confessio. M.s Entwurf einer Instruktion [6185]; er wurde an den Hof gesandt, aber es kam noch keine Antwort. Was die Obrigkeit tun wird, weiß man also noch nicht. Die Confessio jedoch ist im Namen der Prediger abgefaßt. Dasselbe sagte M. den Straßburger und württemberger Gesandten [Johannes Marbach und Jakob Beurlin, ⇨ 6175].
[3] Die Confessio wurde von den Gesandten gelesen, der Hl. Schrift und der CA gemäß befunden und unterzeichnet [6215]. Eine Abschrift gestattete M. nicht, sondern nur einen Auszug.
[4] Der weitere Verlauf ist noch nicht abzusehen. M. wird gegebenenfalls auf Kosten der Gff. Mitteilung machen.