[1] Gleichzeitig mit Mil.s Mitteilung, er habe einen Ruf nach [Frankfurt]/Oder, erhielt M. einen Brief des Michael [Meienburg], wonach Mil. in Frankfurt/Main gewünscht wird [⇨ 4585.2]. Mil. soll sich äußern.
[2] Die Verhandlungen um die Universität [Wittenberg] gehen langsam, vielleicht wegen des bevorstehenden [Reichs]tags. M. selbst reiste ihretwegen mit Paul [Eber] nach Dresden [⇨ 4848]. Jetzt begab sich der Notar Konrad [Weichart] nach Mansfeld [⇨ 4849.4].
[3] Wenn die Universität eröffnet wird, bleibt M. bei den Freunden. Er fühlt sich durch die gegenwärtigen Belastungen geschwächt und kann vor lauter Trubel den anderen nicht schreiben. Grüße.
[4] Es verlautet, Kaiser Karl wolle ein in Löwen verfaßtes Buch [⇨ 4850.2; ⇨ 4870.2] als verbindliche Grundlage einer einheitlichen Lehre vorlegen. Daraus wird ein neuer Krieg in Schwaben und in der Kirche entstehen. Dem Gf. [Ludwig d.Ä.?] von Oettingen sind neulich 200 Bauern ermordet worden.
[5] Die Frau des Benedikt Pauli ist nach kurzer Krankheit gestorben. Joachim Camerarius stellte seine Rückkehr nach Leipzig in Aussicht; doch dort soll eine Krankheit umgehen. Grüße an Hieronymus [Schurff], den gemeinsamen Landsmann. Heute vor 29 Jahren kam M. nach Wittenberg.