[1.1] M. dankt für Hilfe im Exil [⇨ 4576.2] und für den Ruf an die Universität [Kopenhagen]. Seine Reise nach Dänemark zusammen mit Georg Maior mußte in Gifhorn wegen Unsicherheit der Straßen um der Kinder willen abgebrochen werden.
[1.2] Später wurde M. von Johannes Bugenhagen an die Universität Wittenberg zurückgerufen, wo er bleiben muß, bis der Druck seiner Arbeiten [⇨ 4875] vollendet ist, obwohl er fürchtet, daß der Krieg in Niedersachsen noch nicht zu Ende ist. Wenn die [Universität Wittenberg] nicht wieder eröffnet wird, würde M. am liebsten in Dänemark unterrichten.
[1.3] Bei Durchführung der [Trienter] Konzilsbeschlüsse ist mit einer Verfolgung zu rechnen. Gottvertrauen und Segenswunsch.
[2] Zeitungen.
[2.1] Der Kaiser schrieb einen Reichstag auf den 1. September nach Augsburg aus und führt die gefangenen Fürsten [Hz. Johann Friedrich von] Sachsen und [Lgf. Philipp von] Hessen mit sich.
[2.2] Kf. Moritz [von Sachsen] bekannte sich auf dem Landtag in Leipzig zur evangelischen Lehre [⇨ 4812; 4814].
[2.3] Uneinigkeit zwischen Papst [Paul III.] und Kaiser wegen des Konzils (Verlegung von Trient nach Bologna).
[2.4] Bemühungen um Wiedereröffnung der Universität Wittenberg.
[2.5] Ein neuer Bund [bei ⇨ 4796]; erste Mitglieder sind der Kaiser, Kg. Ferdinand, Bayern, Pfalz und Württemberg.
[2.6] Die Unruhen in Böhmen dauern an, obgleich Kg. Ferdinand in Prag ist. Keine Nachricht über die Türken.