[1] Der Kf. dankt für [4813] und versichert, bei der katholischen christlichen Lehre des reinen Wort Gottes zu bleiben und keine päpstlichen Mißbräuche anzunehmen.
[2] Er will Prediger, Schulen und Gelehrte schützen und vermehren. Die Adressaten sollen ihn durch Gebet und Lehre darin unterstützen.
[3] Beide Universitäten [Leipzig und Wittenberg] sollen erhalten bleiben. Joachim Camerarius wurde zurückgerufen [⇨ 4895]. M. soll ihn bei der Erneuerung der Studien beraten.
[4] Die Buchdrucker sollen wie bisher der Zensur der Bürgermeister und Fakultätsdekane unterworfen bleiben.
[5] Zustimmung zu dem Antrag über Konsistorien, Superintendenten und Katechese.
[6] Über die Pfarrhäuser wurde schon eine Anordnung erlassen. Für die Besoldung der Geistlichen und Lehrer wird gesorgt werden.
[7.1] Die Adressaten u.a. sollen dafür sorgen, daß auf den Kanzeln Gottes Wort gepredigt wird und Schmähreden unterbleiben; päpstliche Mißbräuche sollen konstruktiv kritisiert werden.
[7.2] Die Landstände wünschen, daß der [Schmalkaldische] Krieg nicht auf den Kanzeln erörtert wird.
[7.3] Der Kf. wurde im Krieg von vielen zu Unrecht beschuldigt,
[7.4] will aber Milde walten lassen.
[8] Er stellt Hilfe für alte Geistliche und deren Witwen und Waisen in Aussicht.
[9.1] Äußerungen von einigen Prädikanten [gegen Moritz] anbei [Frankfurt l.c.]. Sie würden ihm jeden Schaden gönnen und beten nicht mehr für ihn.
[9.2] Die Konsistorien sollen Zeugenaussagen sammeln, die Adressaten sich über weiteres Vorgehen äußern
[9.3] und ein diesbezügliches Kirchengebet verfassen [CR 6, 611f Nr. 3947].
[9.4] Die Verleumdungen des Kf. sollen auf den Kanzeln richtiggestellt werden.