[1] Kaiser Karl hat seine Milde im Sieg gegenüber gefangenen Königen [Kg. Franz I. von Frankreich, Schlacht von Pavia 1525] und unterworfenen Fürsten [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich, ⇨ 3320] und zuletzt gegenüber den Söhnen des gefangenen Hz.s [Johann Friedrich] von Sachsen, [Johann Friedrich d.M., Johann Wilhelm, Johann Friedrich d.J.], die er wieder in ihr Erbe einsetzte [Wittenberger Kapitulation vom 19.5.1547: Pol. Korr. Moritz 3, 412-416 Nr. 584], bewiesen.
[2] Die Hofräte werden seinem Beispiel folgen; jedenfalls den O. hat M. als einen milden und gerechten Mann kennengelernt [⇨ 1258.1].
[3] M. war zwar an der Universität der bekriegten Stadt [Wittenberg], doch ohne Waffen, und seine Unterweisung der Jugend ist unabhängig von politischen Veränderungen. Deshalb fürchtet er nicht um sein Leben. Wer seine Einstellung gegenüber den Kriegsursachen kennt [⇨ 5139.11], kann ihm ohnehin nicht zürnen.
[4] M. bittet darum, daß denjenigen Professoren, die nichts mit den Religionsstreitigkeiten zu tun hatten, die Rückkehr in ihre Häuser erlaubt wird.
[5] Auch Kg. Demetrios [Poliorketes] kämpfte nicht gegen die Künste, sondern schonte bei der Belagerung von Rhodos [304 v.Chr.] ein Gemälde des Protogenes [Plinius, Nat. hist. 35, 37].
[6] Für sich wagt M. nicht zu bitten, aber für die Freunde, deren Namen er aufgezeichnet hat. Die Antwort möge durch den Überbringer, O.s Landsmann Michael [Meienburg], erfolgen.
[7] Namenliste. Die Juristen Hieronymus Schurff, Bleikard [Sindringer], Benedikt [Pauli], Melchior Kling, Laurentius Zoch [d.J.] werden ihre Rückkehr vielleicht unmittelbar bei [Kf. Joachim II.] von Brandenburg und Kf. [Moritz von Sachsen] beantragen. Die Mediziner Augustin Schurff, Jakob Milichius, [Johannes] Straub; der Mathematiker Erasmus [Reinhold] sowie die Philosophen Veit [Örtel], Johannes Marcellus und Paul Eber.