Gf. Hermann [d.J.] von Neuenahr an [NN in Köln, vielleicht Johannes Caesarius, von diesem] an M. [in Wittenberg geschickt]. - Bedburg, 21. September 1543
[1] H. konnte neulich in Köln NN nicht besuchen, da er von seinem Vater [Gf. Wilhelm] zu [Eb. Hermann von Köln] befohlen wurde. Jetzt geht H.s Diener Wilhelm Retzken nach Köln.
[2] H. schildert die Unterwerfung des [Hz. Wilhelm von Kleve-]Jülich unter den Kaiser. Auf Anregung des Hz. Heinrich von Braunschweig[-Wolfenbüttel] begab sich der Jülicher in das Lager von Venlo. Auf seine Bitte schickte Eb. [Hermann] von Köln den Koadjutor [Gf. Adolf von Schaumburg], den Gf. [Wilhelm] von Neuenahr und [Johannes] Gropper als Fürsprecher. Nach zweitägigem Aufenthalt bei [Nikolaus] Granvella wurde der Hz. vor den Kaiser geführt.
[3] Acht Punkte des Friedensvertrags, die Gebiete, die französische Verlobung [mit Jeanne d'Albret] des Jülichers, das Luthertum und die Gefangenen betreffend. Die übrigen wird NN von H. in Moers erfahren.
[4] Dem [Kaiser] mißfiel die von Bucer verfaßte Kölner Reformation [⇨ 3239.1]. Er ließ dem [Eb. Hermann von Köln] durch Gf. [Wilhelm] von Neuenahr und durch den Koadjutor befehlen, bis zum nächsten Reichstag nichts zu unternehmen, und versprach seinerseits eine allgemeine Reform.
[5] Bitte um Stellungnahme.
Fundort:
O.Waltz: ZKG 4 (1881), 295-297 [H2240].
‒ MBW.T 12.