[1] M. erinnert an seinen Dank für die frühere Einladung des [Braunschweiger] Rats [4452], den er auch durch Med. übermitteln ließ [4453]. Darum bittet er ihn wiederum und dankt auch ihm für die Förderung der Studien in [Braunschweig] und seine Fürsorge für [die geflohenen Wittenberger Professoren]. M. blieb bisher in [Zerbst]; da er die Dialektik [⇨ 4875] neu bearbeitet, möchte er nahe bei der Druckerei [des Hans Lufft in Wittenberg] sein.
[2] Auch der Nürnberger Rat bot [Joachim] Camerarius und M. Asyl an [⇨ 4601ff]. Danach hörte M., daß [Kaiser] Karl die Ausweisung Osianders und Veit [Dietrichs] verlangt [⇨ 4612]. So wird der wahre Grund für diesen Bruderkrieg offenbar.
[3] Weiteren Zündstoff bietet die Bischofswahl des Sohnes des [Kf. Joachim II.] von Brandenburg, [Mgf. Friedrich], durch das Magdeburger Domkapitel. Von der Gefangennahme des Mgf. Albrecht [von Brandenburg-Kulmbach] wird Med. wissen.
[4] Das Trienter Konzil verabschiedete seinen Rechtfertigungsartikel und verurteilte die wahre Lehre. Deshalb wird Gott den [Protestanten] und der Wahrheit helfen. Sobald M. den vollständigen Text hat, will er ihn herausgeben mit einer an [Kaiser] Karl gerichteten Widerlegung [⇨ 4631.2].
[5] Med. soll oft schreiben via Georg Maior in Magdeburg.