[1.1] Nach der Zerstörung Thebens durch Alexander, den Sohn Philipps [von Makedonien], erreichte Athen durch Demades, daß es trotz dem Verbot Alexanders die Flüchtlinge aufnehmen durfte. Da [Kaiser] Karl, der Sohn Philipps [des Schönen von Burgund], einen noch größeren Haß gegen [die Protestanten] hegt, verdient Nürnberg noch größeres Lob, weil es M. Asyl anbietet.
[1.2] M. möchte wie bisher an der Universität Wittenberg in einem ehrbaren Staatswesen die Jugend unterrichten. Lange genug litt er unter dem [kursächsischen] Hofe. Die Ereignisse dieses Jahres haben jeden Zweifel über die Art der Herrschaft der Kypseliden aufgeklärt [Anspielung auf die Tyrannei und Unfähigkeit des Kf. Johann Friedrich, vgl. Theognis 891-894: CR 19, 150f].
[1.3] M. dankt dem Nürnberger Rat und B., dem er die Entscheidung überläßt, ob sein Dankesbrief [4605] übergeben werden soll. M.s Familie will nicht weg. Doch besuchsweise wird M. kommen.
[1.4] Der Bote Andreas brachte einen ähnlichen Brief wie der erste Bote, der hiermit zurückgeht. Joachim [Camerarius] war bei deren Ankunft schon nach Erfurt abgereist [⇨ 4561.4]; M. schickt beide Boten dorthin.
[2.1] Segenswunsch zur Hochzeit von B.s Tochter.
[2.2] M. zitiert hierzu wie oft [⇨ 4588a] das von Aristoteles überlieferte Wort des Pythagoras über die Braut als Asylantin. Dem Bräutigam [NN] wird er durch den Boten Andreas schreiben.
[3] Anbei ein Brief des Georg Maior [⇨ 4572.1; ⇨ 4631.4]. Die Entscheidung [über seine Berufung] soll aufgeschoben werden, bis M. mit ihm sprechen konnte.