M. an Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Wittenberg], 18. Januar [1545]
[1] M. schreibt dem von einem Kummer heimgesuchten C., wie er sich darüber tröstet, daß der [Teufel] die [Universitäten] stört und Studentenkämpfe [⇨ 3809] wie Streit der Amtsträger verursacht. Er würde C. besuchen, doch der [kursächsische] Hof läßt ihn nicht fort, obwohl die [Wittenbergische Reformation: 3793] abgeliefert wurde. Sie ist milder, als daß Amsdorf zustimmen könnte, wurde aber von Luther und noch eindeutiger von [Bugenhagen] gebilligt.
[2] Dank für C.s wenn auch kurzen Besuch. Anbei in Abschrift der auch an C. gerichtete Brief des [Lgf. Philipp von Hessen] über [Hieronymus] Baumgartner [3786]. Hz. [Ulrich] von Württemberg beruft C. [⇨ 3769.4] und M. nach Tübingen. Die Trienter Konzilsbulle des Papstes [Paul III. vom 19.11.1544: CT 4, 385-388 Nr. 283] dürfte C. kennen.
[3] Nachdem C. aus [Wittenberg] nach Leipzig zurückgekehrt war, erhielt sein Landsmann [Johannes Roth] einen Ruf als Schulrektor in Mansfeld, den er angesichts seiner Jugend einem geistlichen Amt vorzieht. Sobald er aus Mansfeld zurückgekehrt ist, wird M. Endgültiges wissen [⇨ 3806.4].
Fundort:
CR 5, 656f Nr. 3119; 3 aus CR 6, 207 Nr. 3521; Cod.II, 202 und 112.
‒ MBW.T 14.