[1] M. bedauert das doppelte Mißgeschick des Hieronymus Schreiber, dem durch seine Bescheidenheit sowohl [die Wittenberger Professur, ⇨ 3166f] wie auch [das Nürnberger Stipendium, ⇨ 3196.2] entgangen sind, und er bewundert seine philosophische Haltung. M. sieht Unheil für die Fürstentümer voraus; doch in den aristokratischen Städten wird Gott Kirche und Wissenschaft erhalten. Wegen dieser Prophezeiung wird M. von vielen für wahnsinnig gehalten. Doch weissagt er dies nicht, sondern schlußfolgert als Philosoph aus dem Verhalten.
[2] Anbei zwei kleine Reden [⇨ 3193.4]. Über den Sinn dieser gelehrten Arbeiten zum Nutzen der Kirche.
[3] Anbei eine Abhandlung über die Taufe [3192] zur freien Verwendung.
[4] Joachim [Heller] aus Weißenfels wird in Kürze [nach Nürnberg] abreisen.
[5] M. fragte D. neulich [⇨ 3212.4], ob Gerhard [Veltwyk], der Vertraute des [Nikolaus] Granvella, in Nürnberg ist.
[6] Den Venezianern [⇨ 3195.4] wird geantwortet werden; doch zögerte M. bisher, weil er einen neuen Abendmahlsstreit befürchtet, in dem Luther [Martin Bucer] keinesfalls als Schiedsrichter akzeptieren kann [⇨ 3312.2].
[7] M. wundert sich, daß man nichts über das Trienter Konzil hört. Freilich ist eine aufrichtige Beratung dort nicht zu erwarten. Ehrfurcht und Recht fehlen auf den Versammlungen der Tyrannen.