M. an Veit Dietrich [in Nürnberg]. - Wittenberg, 12. März 1543

[1] Die Taufe des Johannes bedeutet auf andere Weise dasselbe wie die der Apostel; beide wirken dem Gläubigen zum Heil. Sie ist kein menschlicher Ritus im Sinne Zwinglis.

[2] Die Ansicht, sie habe nur die Buße ohne Sündenvergebung und Heilswirkung bedeutet, wird von M. abgelehnt.

[3] Abgehoben von Johannes wie von den Aposteln ist Christus selbst.

[4] Johannes lehrte vollständig.

[5] Ablehnung der Beschränkung auf die Buße sowie der Deutung des Erasmus.

[6] M.s Definition.

[7] Erläuterung der Stelle [Apg 19, 1-7, bes.5], wonach Paulus möglicherweise von Johannes Getaufte noch einmal getauft hat. Luther, mit dem M. gestern darüber sprach, will dies nicht Wiedertaufe genannt wissen.

Fundort:
CR 5, 63-65 Nr. 2660 (letzter Abschnitt von Christoph Pezel). ‒ MBW.T 12.
Datierung:
Datum aus der Abschrift Paris BSG, Ms. 1458, f.345v-347r. Damit fällt das 7 erwähnte Gespräch mit Luther auf den Sonntag Judica. Abgeschickt wurde 3192 jedoch am 16. als Beilage zu 3197.

Normdaten
Personen:

Dietrich, Veit: GNDHagrid

Erasmus von Rotterdam: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Paulus: GNDHagrid

Pezel: GNDHagrid

Zwingli, Ulrich: GNDHagrid

Orte:

Nürnberg: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid