[1] M. erinnert an die schöne Zeit des Beginns ihrer Freundschaft [⇨ 379.1]. Doch unterbrach er das Gespräch mit C., um ihn nicht zu gefährden. Nun freute er sich sehr über dessen Brief.
[2] Die Einwände von klugen Männern gegen die Reformation und ihre Folgen
[3] werden von M. und auch von Luther ernstgenommen. Doch gilt Gottes Gebot mehr als die Furcht vor einem Krieg. Überdies will der Kaiser jetzt friedlich die Kircheneinheit herstellen.
[4] Der Vorwurf der Zuchtlosigkeit kann zurückgegeben werden, die Förderung des Schulwesens schafft Abhilfe, was aber aus Bildungsfeindlichkeit verhindert wird, und selbst bei blühendem [Humanismus] fehlte es noch an der Kirchenlehre.
[5] Julius [Pflug] ist zu tadeln, weil er sich der notwendigen Reformation widersetzt und wie M. von Lgf. [Philipp von Hessen] weiß sogar den Heiligenkult verteidigt. M. las sein [Meißnisches] Buch [⇨ 2225; 2238].
[6] M. freut sich über C.s reformationsfreundliche Gesinnung. Auf C.s in Sachen der Leipziger Universität vorgetragene Frage wird M. später ausführlich antworten [2542]; jetzt ist er mit Beratungen beschäftigt [⇨ 2346], worüber er an Cruciger schrieb. M. bittet C., sich für Johannes Agricola bei Gf. Albrecht [von Mansfeld] einzusetzen [⇨ 2803.1].