M. an Joachim Camerarius [in Bamberg].
- [Wittenberg], 6. März 1525
[1] M. vermutet, daß C. nicht schreibt, weil er M.s Ankunft erwartet. Da am [21. Februar] am [?] Hochzeitstage des [Andreas] Camicianus sein Sohn [Philipp] geboren wurde, wobei seine Frau eine gefährliche Niederkunft hatte, muß er seine Reise verschieben.
[2] Am 2. März traf Karlstadts Brief [vom 18.2.1525: WAB 3, 441-443 Nr. 830] ein, in dem dieser um freies Geleit zu einem Gespräch mit Luther bittet; Luther will die [Geleits]briefe von [Kf. Friedrich und Hz. Johann von Sachsen] oder seine Antwort über C. schicken. M. urteilt abfällig über Karlstadts Geltungsdrang.
[3] M. tröstet sich im Gebet über das allgemeine Unheil. Sein Gesundheitszustand wird immer schlechter; mit Frau und Kind geht es aufwärts. Grüße an Michael [Roting] und [Johannes Seiler]. Anbei die Schrift eines Italieners de exilio [⇨ 358.3].
Fundort:
CR 1, 726f Nr. 321; Suppl. 6/1, 282f Nr. 397; Cod.I, 182.
‒ MBW.T 2.