Martin Luther, Justus Jonas und M. an Kf. Johann Friedrich von Sachsen. Dt. - Wittenberg, 1. Juli 1539

Gutachten über das Meißnische Buch [⇨ 2225].

[0] Gesamteindruck.

[1] Hz. Heinrich [von Sachsen] soll es ablehnen.

[2] Drei Gründe:

[2.1] Wichtige Streitpunkte wie Privatmesse, Laienkelch, Priesterehe übergeht es.

[2.2] Die [Evangelischen] werden als Schismatiker verurteilt. Ausführliche Gegendarstellung über Einheit der Kirche, Neuerungen usw. ([Gasparo] Contarini, [Jacopo] Sadoleto, [Reginald] Pole erwähnt). Weitere Beanstandungen.

[2.3] Die Rechtfertigungslehre ist bei anerkennenswertem Ansatz doch unklar hinsichtlich Vergebung ohne Werke, Erneuerung, Verdienst.

[3] Die Äußerungen über Bündnisse und Widerstand gegen den Kaiser mögen auf sich beruhen.

[4] Bf. [Johann VIII.] von Meißen befahl, die Sakramente und Zeremonien wie zu Lebzeiten des Hz. Georg [von Sachsen] zu halten, verhängt Strafen und erhob in Schlesien Anklage bei Kg. [Ferdinand].

[5] Vorschlag für die ablehnende Antwort.

Fundort:
CR 3, 728-738 Nr. 1826A; WAB 8, 469-481 Nr. 3352 mit 13, 274. ‒ MBW.T 8.

Normdaten
Personen:

Contarini, Gasparo: GNDHagrid

Ferdinand: GNDHagrid

Georg von Sachsen: GNDHagrid

Heinrich von Sachsen: GNDHagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid

Jonas, Justus: GNDHagrid

Karl V., Kaiser: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Maltitz, Johann von, Bf. von Meißen: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Pole, Reginald: GNDHagrid

Sadoleto, Jacopo: GNDHagrid

Orte:

Wittenberg: GeonamesHagrid