M. an Martin Luther [in Wittenberg].
- Leipzig, 19. Oktober 1540
[1] Von der Leipziger Universität reisen [Nikolaus] Scheubel und [Andreas] Camicianus nach Worms mit der Anweisung, in nichts von der Lehre der [CA] zu weichen.
[2] Sixtus Dietrich, der L. besuchen möchte, brachte gestern einen Brief von Veit [Dietrich] aus Nürnberg; dieser schreibt, daß [Johannes] Eck wegen der [Doppelehe des Lgf. Philipp von Hessen] bezüglich des Wormser [Religions]gesprächs siegessicher sei. Wenn Eck, [Friedrich] Nausea und [Johannes Cochlaeus] die Disputanten sind, wird das Gespräch schnell beendet sein. Mehr Mühe werden die Vertreter der Mittelpartei bereiten. L. möge beten.
[3] Aus Nürnberg werde niemand [nach Worms] geschickt, obwohl Kf. [Johann Friedrich von Sachsen], auch im Namen Lgf. [Philipps], den Nürnberger Rat dazu aufgefordert hatte, allerdings vielleicht nur vor dem Hagenauer Konvent [⇨ 2458.2]. L. soll den Kf. durch [Gregor] Brück veranlassen, noch einmal an den Nürnberger Rat zu schreiben [⇨ 2540.3].
Fundort:
CR 3, 1123f Nr. 2034; WAB 9, 246-248 Nr. 3541 mit 13, 290; MSA 8, Nr. 359.
‒ MBW.T 9.