[1] M. dankt für C.s Anteilnahme an seiner Gefährdung. Er meistert die Schwierigkeiten, hätte aber [Wittenberg] verlassen, wenn er nicht seinem Amt [als Rektor] verpflichtet wäre. Einziger Anlaß war die Flucht des [Simon] Lemnius [⇨ 2062]. Der [kursächsische] Hof verdächtigte auch M.s Schwiegersohn [Georg Sabinus]. Das beste Thema in seinen Epigrammen hat Lemnius durch M. aus Pausanias.
[2] Während dieser Unruhe gab M. für den Unterricht im Pädagogium die Germania des Tacitus [⇨ 2059] heraus. Er bittet C. um Beiträge zu seinen Erklärungen der Eigennamen (Gewährsmann Plinius erwähnt).
[3] M. lobt den volkstümlichen Katechismus des C. [⇨ 2051.3]; er selbst formuliert absichtlich schulmäßig.
[4] Franz [Burchard] ist noch nicht aus England [⇨ 2029], Basilius [Monner] noch nicht aus Frankreich [⇨ 2014.7] zurückgekehrt. Zwei französische Studenten, die aus Padua kamen, erzählten gestern, daß es in Italien auch [Evangelische] gibt. M. beschloß daher, den von Cruciger ausgelegten Psalm 110 der Hzn. [Renata] von Ferrara zu widmen [vgl. aber CR 13, 1245ff].
[5] Über Veit [Dietrich], nicht durch die Buchhändler, schickt M. eine griechische Goldmünze, deren verstümmelte Inschrift C. entziffern soll.
[6] M. schickt den Brief des Julius [Pflug, ⇨ 2051.2] zurück.
[7] Spalatin gab M. kürzlich die [handschriftliche] Chronik des Bf. [Thietmar] von Merseburg, Zeitgenossen [Ks.] Ottos III., der sich rühmend über [Ks.] Heinrich [II.] von Bamberg äußert. M. bedauert, daß C.s Heimat Bamberg gegenwärtig durch [Bf. Weigand] die Freiheit verloren hat.