[1] Dank für Briefe. C.s Freundschaft. M.s Arbeitsüberlastung kann Matthias [Garbitius] bezeugen.
[2] Anknüpfend an C.s erneute [⇨ 1189] Erörterung der Ptolemaios-Stelle über die Kometen beschreibt M. den diesjährigen Kometen, den er mit [Jakob] Milichius beobachtet hat; [Lgf. Philipp von Hessen], der in [Wittenberg] war und in Kürze einen Monat lang in [Württemberg] sein wird, gab eine Deutung; über die Frankfurter Messe hofft M. eine Stellungnahme von [Peter] Apian [in Ingolstadt] zu erhalten.
[3] M. hat [Jacopo] Sadoleto noch nicht geantwortet; wie er aus Italien hörte, ist dieser über die geringe Wirkung seines Schreibens [1913] enttäuscht. Kardinal [Nikolaus] von Schönberg, der als einziger in Rom zu Zugeständnissen bereit war, ist [am 9. 9. 1537] gestorben. Die unter Mitwirkung von Sadoleto und Aleander entstandene, [in Wittenberg] gedruckte, lächerliche Reformschrift der Kardinäle [WA 50, 284-308] verbietet, die Colloquia des Erasmus im Unterricht zu behandeln.
[4] [Jakob Schenck, ⇨ 1941.2] bedarf nun der Fürsprache M.s. [Georg Sabinus] quält M.
[5] Segenswünsche zur Hochzeit des Matthias [Garbitius]; M. will das Geschenk nicht den Buchhändlern mitgeben. Die Nachrichten schreibt M. gesondert [§§ 6-11]. Gruß an Brenz. M. hofft, nach Tübingen reisen zu können. [Johannes] Stigel verfaßt ein Hochzeitsgedicht für Matthias [Garbitius].
[6] Bericht der [ehemaligen Wittenberger] Studenten Erasmus von Könneritz und [N. von der] Schulenburg, die von einem Juden aus türkischer Gefangenschaft losgekauft wurden, über die durch die Flucht des [Hans] Katzianer bewirkte Niederlage [bei Esseg] gegen die Türken [⇨ 1959]; C. soll ihn auch Matthias [Garbitius], der den Bruder des von Könneritz kennt, mitteilen. Über die Lage in Ungarn und über Kg. Johannes [Zápolya].
[7] Über die Friedensverhandlungen zwischen Kaiser und [Kg. Franz I.] von Frankreich; die [Schmalkaldener] schickten eine Gesandtschaft nach Frankreich zur Verhinderung eines französisch-kaiserlichen Bündnisses gegen die [Protestanten]; Genaueres darüber nach der Rückkehr des Teilnehmers Basilius [Monner].
[8] Über des Kaisers Deutschlandpolitik; M. ist der Ansicht, daß der Kaiser zu seinem eigenen Schaden gegen die deutschen [Protestanten] aufgehetzt wird und einen Religionskrieg nicht gewinnen wird.
[9] M. sah den Bündnis[entwurf] zwischen Kaiser, Papst [Paul III.] und Venedig gegen die Türken.
[10] Nach dem Tod des Bf. [Eberhard] von Lüttich versucht Burgund [Niederlande], das Bistum wie [im Jahre 1528] Utrecht zu annektieren.
[11] Auf dem [Schmalkaldischen] Bundestag in Braunschweig [⇨ 2019] wird in Anwesenheit des Kg. Christian [III.] von Dänemark über die gemeinsame Verteidigung beraten, die angesichts der kriegstreiberischen Rechtsprechung des Reichskammergerichts in Speyer notwendig ist. Hz. Heinrich von Braunschweig[-Wolfenbüttel] hatte [Kf. Johann Friedrich] von Sachsen und [Lgf. Philipp] von Hessen u. a. das freie Geleit versagt; der Kf. reiste daraufhin durch Brandenburg.