M. an Simon Grynaeus [in Basel]. Vorrede zu: Johannes de Sacrobosco, Liber de sphaera. Wittenberg, Josef Klug, 1531. - Wittenberg, [vor 17.] August 1531

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[1] Die vorzügliche Einführung in die Astronomie und Kosmographie des Johannes de Sacrobosco ist zu Recht seit Jahrhunderten als Schulbuch verbreitet.

[2] Die Betrachtung der Gestirne — höchster Zweck der Augen — weckt Bewunderung und Erkenntnisdrang; sie weist auf Gott und die Unsterblichkeit hin. Atheisten sind auch Verächter der Astronomie. Diese zeigt die Spuren Gottes in der Natur, wird auch in der Bibel empfohlen und bringt mancherlei Nutzen.

[3] In Deutschland wurde sie durch [Georg] Peurbach [⇨ 1509] und [Johannes] Regiomontanus [⇨ 6363] neu begründet.

[4] Den Bestreitern eines Einflusses der Gestirne auf die irdische Natur, namentlich [Giovanni] Pico [della Mirandola], hält M. Aristoteles und die Mediziner (Pseudo-Hippokrates) entgegen

[5] und erweist die Verträglichkeit der [Astrologie] mit der christlichen Lehre vom göttlichen Weltregiment durch Unterscheidung von natürlichen und übernatürlichen Wirkungen Gottes, was am Beispiel Mensch erläutert wird mit seinen

[5.1] natürlichen,

[5.2] übernatürlichen und

[5.3] widernatürlichen (teuflischen) Reaktionen.

[6] Die [astrologischen] Voraussagen sind ein Teilgebiet der Physik.

[7] Widmung an G., dessen wissenschaftliche Arbeiten, namentlich zu Aristoteles, von M. und Jakob Milichius geschätzt werden.

Fundort:
CR 2, 530-537 Nr. 1002 mit 2, 1038. ‒ MBW.T 5.
Datierung:
Datum aus 1177.5. Zum Druck vgl. Clemen, Studien (1913), 29-31 [H 3139].

Normdaten
Personen:

Aristoteles: GND Hagrid

Grynaeus, Simon: GND Hagrid

Hippokrates: GND Hagrid

Klug, Josef: GND Hagrid

Melanchthon: GND Hagrid

Milichius, Jakob: GND Hagrid

Peurbach, Georg: GND Hagrid

Pico della Mirandola, Giovanni: GND Hagrid

Regiomontanus, Johannes: GND Hagrid

Sacrobosco, Johannes de: GND Hagrid

Orte:

Basel: Geonames Hagrid

Wittenberg: Geonames Hagrid