[1] Die vorzügliche Einführung in die Astronomie und Kosmographie des Johannes de Sacrobosco ist zu Recht seit Jahrhunderten als Schulbuch verbreitet.
[2] Die Betrachtung der Gestirne — höchster Zweck der Augen — weckt Bewunderung und Erkenntnisdrang; sie weist auf Gott und die Unsterblichkeit hin. Atheisten sind auch Verächter der Astronomie. Diese zeigt die Spuren Gottes in der Natur, wird auch in der Bibel empfohlen und bringt mancherlei Nutzen.
[3] In Deutschland wurde sie durch [Georg] Peurbach [⇨ 1509] und [Johannes] Regiomontanus [⇨ 6363]
neu begründet.
[4] Den Bestreitern eines Einflusses der Gestirne auf die irdische Natur, namentlich [Giovanni] Pico [della Mirandola], hält M. Aristoteles und die Mediziner (Pseudo-Hippokrates) entgegen
[5] und erweist die Verträglichkeit der [Astrologie] mit der christlichen Lehre vom göttlichen Weltregiment durch Unterscheidung von natürlichen und übernatürlichen Wirkungen Gottes, was am Beispiel Mensch erläutert wird mit seinen
[5.1] natürlichen,
[5.2] übernatürlichen und
[5.3] widernatürlichen (teuflischen) Reaktionen.
[6] Die [astrologischen] Voraussagen sind ein Teilgebiet der Physik.
[7] Widmung an G., dessen wissenschaftliche Arbeiten, namentlich zu Aristoteles, von M. und Jakob Milichius geschätzt werden.