[1] M. berichtet über seine Bearbeitung von C.s [Chronik], insbesondere über die eingeführte Elias-Weissagung [H.Scheible, Die Anfänge der reformatorischen Geschichtsschreibung (1966), 14-17, bes. 16f]. Die Arbeit an der Apologie und M.s schwache Gesundheit brachten eine Verzögerung.
[2] M.s Frau [Katharina] wurde von dem Töchterchen [Magdalena] entbunden [⇨ 1167.15], deren Horoskop M. schickt.
[3] M. bittet um ein Urteil über den schon acht Tage sichtbaren [Halley'schen] Kometen.
[4] M. hat keine Informationen über die Gegner, außer von Truppen in Friesland. Vielleicht kommt es unter dem Vorwand des dänischen Krieges zu einem Angriff auf die [Protestanten]. Trotz der Vermittlung des [Kf. Ludwig] von der Pfalz und des [Kf. Albrecht] von Mainz hat M. keine Friedenshoffnung, und zwar aufgrund der Sterne und der Weissagungen des [Johannes Virdung] von Haßfurt, des [Cornelius Duplicius] Schepper, eines Schmalkaldeners [⇨ 1145.4], einer Frau aus Kitzingen [NN] und einer Jungfrau in den Niederlanden [NN] über Kg. Christian [II. von Dänemark], Lgf. [Philipp von Hessen], [Kg.] Ferdinand und den Kaiser. Wenn M.s Friedensbemühungen [auf dem Augsburger Reichstag] 1530 Erfolg gehabt hätten, wäre Schwaben ruhiger und neigte nicht zur Schweizer Theologie. [Lorenzo] Campeggio will, daß der Kaiser seine Kräfte in einem Krieg schwächt.
[5] [Georg] Sabinus schickt M.s Vorrede über die Astronomie [1176]. Anbei C.s Brief zurück.