[1] B. bezeichnete eine Stelle in Sch.s Schreiben [an Kf. Moritz von Sachsen, ⇨ 5574.1] als Gotteslästerung; auch erfinde er Sünden wie der Papst. Man wolle aber nicht streiten, sondern sei auf Wunsch zum Gespräch erschienen.
[2] M. beharrte darauf, daß man jede Knechtschaft ertragen müsse, um die Gemeinden nicht zu verlassen.
[3] Z. und Sch. antworteten, sie hätten nicht um ein Gespräch, sondern um eine schriftliche Antwort auf Sch.s Schreiben gebeten. Erst dann wollten sie auch mündlich verhandeln.
[4] Die Wittenberger lehnten sowohl eine schriftliche Antwort als auch eine Diskussion ab. M. sagte, er werde bei seiner Meinung bleiben. B. machte Vorwürfe.
[5] Gegen M.s Rat [2] sagten Z. und Sch., dies ginge nicht ohne Gottlosigkeit, und sie verließen ihre Gemeinde unter Zwang.
[6] B. über den Chorrock.
[7] Gehorsam gegen Kaiser oder Papst. Ob sich M. in Gefangenschaft als Lutheraner bezeichnen würde.
[8] Ob sich Mt 5, 19 auf Mitteldinge bezieht, und ob [1 Tim 5, 14] der Papst gemeint ist.
[9] M. warf der Gegenseite Stärkung des Papstes durch ihr Schelten vor und erläuterte dies gegenüber Z. allein: Man dürfe die Transsubstantiation nicht angreifen, aus der Julius Pflug die Sakramentsprozessionen ableitet, was Z. als gegen Amsdorf gerichtet [⇨ 5588.6] verstand; ferner habe man dem Papst zu viel zugestanden, und [Georg] Mohr sei verrückt. Z.s Antwort.
[10-15] Lockeres Gespräch vor dem Abendessen.
[10] Auch der Schösser [NN] konnte M. nicht zu einer schriftlichen Antwort bewegen.
[11] B. handhabt Chorrock und Elevation nach Befehl der Obrigkeit.
[12] Daß Sch. in Torgau aus seiner Überzeugung heraus angreifen mußte, wurde von Maior verstanden. F. jedoch lobte, daß Johannes Pfeffinger in Leipzig auf F.s und M.s Rat gegenüber [Georg] Mohr sogar in Lehrfragen geschwiegen habe.
[13] Maior und Sch. über Bekenntnis und Mitteldinge; Beispiel Eleazar [2 Makk 6, 18-31].
[14] Sch. bittet, die Kirchen unverändert zu lassen. B. sagt, es sei Befehl der ‚Meißner‛ [Angleichung an die alten Gebiete des albertinischen Sachsen].
[15] M. berichtet, wie schwer es war, Johannes [NN] nach Brandenburg zu entsenden, und was Johannes Weinlaub über Drohungen des Kaisers sagte, der an [Kf. Friedrich II. von] der Pfalz und [Kf. Joachim II.] von Brandenburg schrieb, das Interim sei anzunehmen, nicht eine neue Kirchenordnung daraus zu entwickeln. M. versprach, an Kf. [Moritz] freundlich zu schreiben [5565] und morgen wiederzukommen [⇨ 5569.1].