M. an Hieronymus Baumgartner in Nürnberg. Pr. 26.9.1548 durch Andreas. - [Wittenberg], 16. September [1548]
[1] Unter Berufung auf die freundschaftliche Offenheit versichert M., daß er B.s Brief an Johannes Agricola [⇨ 5239.2] nicht kritisiert hat, was [Joachim] Camerarius, [Jakob] Milichius und Erasmus [Reinhold] bezeugen können, mit denen er zufällig vor seinem Haus saß, als der Brief gebracht wurde.
[2] Er klagt nicht einmal den Nürnberger Rat an. Denn für die gegenwärtigen Nöte der Kirche sind Fehler der Lehrer [sc. Luther] und Fürsten [sc. Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen] verantwortlich.
[3] Gottvertrauen. M. hält unabhängig von den Entscheidungen der Politiker an der reinen Lehre fest und trägt die Folgen. Neulich beschwerte sich [Kg. Ferdinand] bei [Kf. Moritz von Sachsen] über ein Gutachten M.s [⇨ 5285].
Fundort:
CR 7, 144f Nr. 4359.
‒ MBW.T 18.