M. an Johannes Stigel [in Jena].
- [Wittenberg], 5. September [1548]
M.s ewige Freundschaft mit St. M. hofft auf Gottes Schutz für die ersten [Anhänger der Reformation] und Förderer der Studien [sc. die ernestinischen Fürsten]. Neulich ist Konstanz wunderbar gerettet worden [⇨ 5278.3.4]. Gottes Trost gilt trotz aller Bedrängnis. [Martin] Frecht und seine Kollegen wurden mit dem gefangenen [Hz. Johann Friedrich von Sachsen] von Ulm nach Speyer geführt. M.s Kummer darüber. Auch M.s Verhaftung steht wieder zur Debatte [⇨ 5279.1]. Er dankt für St.s Propemptikon, das ihn tröstet, und schickt ein Bild mit Epigramm, dessen Thema St. in lateinischen Versen ausführen soll. M. will die Psalmen St.s gesammelt herausgeben.
Fundort:
CR 7, 133f Nr. 4346.
‒ MBW.T 18.