M. an Joachim Moller [in Hamburg].
- [Wittenberg], 15. Juli [1548]
[1] M. beglückwünscht Mo. und seinen Vater [Joachim Moller d.Ä.] zu seiner Heimkehr. Denn bevor das [Reichskammergericht] zusammentritt, wird es Krieg am Rhein oder im Ostseeraum geben. Doch hat die Macht [Kaiser Karls] trotz seinem Wahlspruch [Plus ultra] ihre Grenzen, und die [evangelischen] Gemeinden im Ostseeraum [Hzt. Preußen] wird er nicht beseitigen. Gebet.
[2] In [Kursachsen] wird in den Kirchen und an der Universität wie vor dem Krieg das Evangelium gelehrt. Der Tag zu Meißen [⇨ 5200ff] sprach sich gegen die Lehrverderbnisse [des Interims] aus, deren Widerlegung Mo. schon in Regensburg miterlebt hat [⇨ 4894.2]. Doch [Kf. Joachim II. von Brandenburg] drängt auf Annahme [des Interims]. [Die Theologen] arbeiteten eine kurze Stellungnahme aus [5208]; warum sie maßvoll ist.
[3] Anbei Schriftstücke. Grüße an Mo., seinen Vater, seine Brüder [Eberhard und Heinrich] und an [Johannes] Aepinus. Der Bruder [Heinrich] soll erst im Winter nach [Wittenberg] kommen.
Fundort:
CR 7, 70f Nr. 4295 mit der Adresse von CR 5, 834 Nr. 3252 (MBW 3992).
‒ MBW.T 18.