M. an Joachim Moller [in Hamburg].
- Wittenberg, 26. Juli [1547]
[1] Trotz aller verdienten Züchtigung erhält Gott den Rest der Kirche. M. kehrte nach [Wittenberg] zurück, um über die Zukunft der Universität zu beraten.
[2] M. war unterwegs zu Mo. [⇨ 4740]; doch Hz. Franz von [Braunschweig-]Lüneburg bewegte M.s Begleitung [Katharina Luther und Georg Maior] zur Umkehr. M. dankt Mo. und seinem Vater [Joachim Moller d.Ä.] für ihre mehrfache Einladung und wäre gern bei ihnen. M. billigt, daß [die Stadt Hamburg den Kaiser] um Frieden bat, und erinnert Mo. an ihre Gespräche über die Nutzlosigkeit des [Schmalkaldischen] Bundes.
[3] Auf den von Kaiser Karl einberufenen Reichstag sind hohe Erwartungen gerichtet. Die gefangenen Fürsten [Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen] wurden nach Schwaben gebracht. Es wird von Spannungen zwischen Kaiser und Papst [Paul III.] wegen des Trienter Konzils gesprochen.
[4] Grüße, auch von Paul [Eber], an Mo.s Vater und Brüder [Eberhard, Johannes, Heinrich und Dietrich]. Mo. soll öfter schreiben; [Nikolaus] Medler [in Braunschweig] kann die Briefe befördern.
Fundort:
CR 6, 614f Nr. 3950.
‒ MBW.T 17.