M. an Jakob Milichius [in Magdeburg].
- Braunschweig, 10. Mai [1547]
[1] M. dankt Mil. für einen Brief, tröstet ihn mit dem Hinweis, daß er mit den religiösen und politischen Streitigkeiten nichts zu tun hatte, und verspricht ihm finanzielle Unterstützung.
[2] M. möchte mit seiner Familie wie auch Georg [Maior] nach Nordhausen gehen; die Wege sind noch frei. Sie hatten Braunschweig verlassen, um nach Lüneburg zu ziehen, von wo Georg [Maior] die Witwe [Katharina Luther] zu Kg. [Christian III.] von Dänemark begleiten sollte. Doch in Gifhorn warnte Hz. Franz [von Braunschweig-Lüneburg], und sie kehrten nicht ungern um. Ob M. nun nach Nordhausen, von wo er einen Boten erwartet [⇨ 4738], oder nach Stendal [⇨ 4758f; ⇨ 4769] geht, Mil. soll zu ihm kommen.
[3] Über den Krieg gibt es nicht viel zu berichten. Die Städte scheinen sich verständlicherweise den Zeitläuften anzupassen. Es steht eine Umwälzung bevor.
Fundort:
CR 6, 536f Nr. 3871.
‒ MBW.T 16.
Datierung:
Jahr wie 4738.