[1] Trost und Ermunterung. Der Wechsel der Herrschaft offenbart die Bedeutungslosigkeit einiger Fürsten [Kf. Johann Friedrich von Sachsen], die der Kirche kein Schutz waren.
[2] Men.s Frage nach der Kirche in [Wittenberg] kann M. nach jüngsten Briefen von [Bugenhagen], Cruciger u.a. beantworten: Lehre und Bräuche wurden nicht verändert, M. wird zurückgerufen, man hofft, die Universität wieder errichten zu können [⇨ 4773], worüber auch mit dem gefangenen [Kf. Johann Friedrich von Sachsen] beraten wurde. M. will hin, zuvor aber mit Men. sprechen.
[3] M. bittet Men. dringend, wegen der ihm von der Besatzung des Kaisers drohenden Gefahr Gotha zu verlassen und nach Eisenach oder Weimar zu gehen und sein Horoskop zu beachten, was auch der gefangene [Johann Friedrich] hätte tun sollen. M. betet für ihn, der sein Unglück mit Würde trägt und sogar den Spaniern Eindruck macht.
[4] Men. soll trotz der Zeitumstände die Hochzeit seiner Tochter [Elisabeth mit Sebastian Boetius] nicht verschieben. Segenswunsch.