M. an Joachim Camerarius [in Würzburg oder Nürnberg].
- [Nordhausen], 13. Juni 1547
[1] Mehr als sein persönliches Unglück quält M. sein langjähriger Kummer um die Kirche, für die er betet. Die Zuchtlosigkeit mußte eine Strafe nach sich ziehen, und M. sieht noch immer keine Abhilfe. Er hat wenig Vertraute. Hz. [Moritz von Sachsen] machte [Fürst Georg] von Anhalt Hoffnung, er werde für Kirchen und Studien sorgen.
[2] Kf. [Joachim II.] von Brandenburg schrieb zweimal an M., C. solle an die Universität Frankfurt/Oder kommen. M. antwortete, C. werde vermutlich nach Leipzig zurückkehren. Für sich selbst sagte M. dem Kf. noch nicht zu. Die Freunde rufen M. nach [Wittenberg: 4773], und die Zusammenarbeit von [Wittenberg und Leipzig] war für die Kirchengemeinden fruchtbar. Sobald M. mit den Freunden gesprochen hat, will er sich mit C. beraten.
[3] Dank an [Daniel] Stibar für Reisegeld.
[4] M.s Tochter Anna, die Frau des [Georg] Sabinus, ist gestorben [⇨ 4671ff].
Fundort:
CR 6, 569 Nr. 3910; Cod. II, 245.
‒ MBW.T 16.