M. an Johannes Bugenhagen in Wittenberg.
- Zerbst, 29. März 1547
[1] Der zehnjährige [⇨ 1808.2] Schmerz [um seine unglücklich (⇨ 3566 u.ö.) verheiratete Tochter Anna Sabinus] ließ M. oft über die väterliche Liebe nachdenken, die ihm ein Hinweis auf den liebenden, nicht stoisch finsteren Gott ist.
[2] Trotz seiner und B.s Trostgründe haben der Tod seiner Tochter und dazu das politische Unglück M. schwer betrübt. Er betet und dankt Gott, daß seine Tochter im ruhigeren Leben ist.
[3] B. dankt er für seine Anteilnahme und betet für seine Familie und Gemeinde [Wittenberg].
[4] In wenigen Tagen will M. die Böhmen-Schrift [Hortleder (wie 4510), Buch 3, Kap. 64; vgl. O.Waldeck, Die Publizistik des Schmalkaldischen Krieges: ARG 8 (1910/11), 91 Nr. 18 mit S.115f] bringen und sich über die Widerlegung [des Rechtfertigungsartikels] des Konzils [⇨ 4631.2] beraten.
[5] Gruß an [Nikolaus von Amsdorf].
Fundort:
CR 6, 456-458 Nr. 3803.
‒ MBW.T 16.