M. an Justus Jonas [in Halle].
- [Zerbst], 3. März [1547]
[1] [Johannes] Brenz schreibt [⇨ 4608.1], [Johann] von Naves habe bei den Verhandlungen mit dem Rat von [Schwäbisch] Hall über seine Rückkehr gesagt, man solle abwarten, denn Kaiser Karl werde die Religionsstreitigkeiten dadurch beenden, daß er die Annahme der Trienter Konzilsbeschlüsse anordnet. Trotzdem behaupten die [evangelischen] Nachbarn [im Hzt. Sachsen], der Krieg habe politische Gründe. Der wahre Kriegsgrund erweckt Hoffnung auf Gottes Hilfe.
[2] M. möchte mit J. darüber reden. Doch die Krankheit der [Katharina] Sabinus hält ihn fest.
[3] [Justus] Jonas d.J. zeigte M. des J. letzten Brief. M. bedauert, daß das Verhältnis des Vaters zum hochbegabten Sohn in dieser schweren Zeit durch unwichtige Dinge getrübt wird, und riet dem Sohn, seine Worte wohl zu bedenken. J. soll der Reise seines Sohnes nach Frankreich zustimmen, für die von Gf. Albrecht [von Mansfeld] Unterstützung zu erwarten ist. Für den Hofdienst braucht er Französisch und Auslandserfahrung. Vorher muß er in [Zerbst] seine Schulden bezahlen.
Fundort:
CR 6, 413f Nr. 3757.
‒ MBW.T 16.
Datierung:
Jahr aus 1. 2 wie in 4625 und 4653.