M. an Paul Eber [in Wittenberg].
- [Zerbst], 21. Januar 1547
[1.1] Der Ausgang des Bürgerkriegs ist noch nicht abzusehen. Gebet.
[1.2] Kf. [Joachim II.] von Brandenburg reiste gestern zu Friedensverhandlungen aus [Zerbst] ab, ohne selbst hoffen zu können, daß [Hz. Moritz von Sachsen], der den Truppen [Kaiser] Karls und [Kg.] Ferdinands vertraut, zum Frieden zu bewegen ist. [Lgf. Philipp von Hessen] wird auf seine eigene Rettung bedacht sein. Im Lager des Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] fürchtet man Verrat. Gebet angesichts der Gefahren. E. soll Neuigkeiten mitteilen.
[2] [Pankraz Veltbeck, ⇨ 4557] kehrte noch nicht aus [Wittenberg] zurück.
[3] [Johannes] Heß in Breslau ist gestorben. M. schmerzt es wegen der Kirche, des Schwiegersohns [Johannes Aurifaber Vratislaviensis] und der Tochter [Sara]. Anbei ein Brief [Aurifabers] an E.
[4] Camerarius reiste gestern mit Fürst Georg [von Anhalt] ab, um seiner Familie [nach Erfurt, ⇨ 4571.3] zu folgen. M. wird vielleicht nach Preußen gehen.
Fundort:
CR 6, 369 Nr. 3713.
‒ MBW.T 16.
Nachtrag:
Regest 3 zu berichtigen: Anbei ein Brief [Aurifabers] an M. (nicht: an E.).