M. an den Rat der Stadt Nürnberg. Dt. Pr. 4. 3. 1547. - Zerbst, 23. Februar 1547
[1] Die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Universitäten Leipzig und Wittenberg [⇨ 4512.2; ⇨ 4570] wird von Gott belohnt werden.
[2] M. dankt dafür und wird dadurch getröstet, daß angesichts der Zerstörungen in den fürstlichen Territorien und der Türkengefahr die Studien in den Städten erhalten werden. Dem gilt auch sein tägliches Gebet.
[3] M. dankt für das durch Hieronymus Baumgartner übermittelte Angebot einer Herberge für Joachim Camerarius und M. [⇨ 4601]. Camerarius wird selbst antworten; bevor er nach Erfurt ritt, sagte er zu M. vor wenigen Tagen [⇨ 4561.4], er werde mit Frau [Anna] und Kindern nach Nürnberg gehen.
[4] M. ist über den Krieg der Vettern [Kf. Johann Friedrich und Hz. Moritz von Sachsen], der das Land verwüstet und die gute Zusammenarbeit der beiden Universitäten beendet hat, zutiefst betrübt.
[5] Er will auf einer Besuchsreise [⇨ 4586.1; ⇨ 4606] demnächst auch nach Nürnberg kommen und dort seine Entscheidung mitteilen. Segenswünsche.
Fundort:
CR 6, 400f Nr. 3745.
‒ MBW.T 16.
Nachtrag:
Regest § 3 zu präzisieren: ... Angebot einer Herberge für Joachim Camerarius und M. [4585a].