[1] Obwohl sich der [Schmalkaldische Bund] zu Recht gegen den Kaiser wehrte, hat sich der Krieg wie gewöhnlich als eine Strafe für beide Teile erwiesen, von der man nach Gott die Obrigkeit um Linderung ersuchen muß.
[2] Zwar kann Gott den Sieg verleihen wie dem David über Goliath, doch darf man ihn nicht versuchen,
[3] wie ein Schiffer mit immer nötigem Gottvertrauen nur bei gutem Wind, nicht mutwillig bei Sturm segeln soll.
[4] Wer trotz Friedensangebot diesen aussichtslosen Krieg gegen den Kaiser fortsetzt, versucht Gott, und selbst bei Aussicht auf Erfolg würde das Vaterland zerstört werden. Wenn der Kaiser die Religion nicht verändert und dem Kf. seinen Rang läßt, soll er ihm in weltlichen Dingen gehorsam sein und mit gutem Gewissen Frieden schließen.
[5] Einwände und M.s Antwort.
[6] Trotz Schutz der rechten Lehre ist wegen der eigenen Sünden Gottes Strafe zu erwarten, der zwar die Bischöfe vernichten und Hz. Moritz' Treulosigkeit bestrafen wird, aber auf seine Weise und zu seiner Zeit.