Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger, Georg Maior und M.: Gutachten [für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen]. Dt. - [Wittenberg, Ende Mai/Anfang Juni] 1546

[1] Gott wird die [evangelische] Lehre nicht ausrotten lassen, was aber Strafen nicht ausschließt. Gebet ist angebracht.

[2] Die Gutachter würden eher leiden als nur auf Verdacht [zur Rüstung] raten. Doch bei einem Religionskrieg des Kaisers gegen den [Schmalkaldischen Bund] ist Verteidigung geboten. Beispiel Düren [⇨ 3313].

[3.1] Ein Präventivkrieg wäre nur bei Gewißheit eines Angriffs des Kaisers erlaubt.

[3.2] Doch Warnung vor Übereilung

[3.3] trotz persönlicher Gefährdung der Fürsten

[3.4] und Mahnung zur Güterabwägung.

[4] Gebet.

[5] Vermutung, daß der Kaiser trotz seiner Rüstung vor Beendigung des Trienter Konzils nichts unternehmen werde.

Fundort:
CR 6, 122-124 Nr. 3453; H.Scheible, das Widerstandsrecht als Problem der deutschen Protestanten 1523-1546 (1969), 98-100 Nr. 23 [H4265]. ‒ MBW.T 15.
Datierung:
Datum vgl. Scheible l.c. 98f Anm.470: Vor der Gewißheit des kaiserlichen Angriffs (⇨ 4280.2; ⇨ 4292ff), vermutlich nicht sehr lange davor.

Normdaten
Personen:

Bugenhagen, Johannes: GNDHagrid

Cruciger, Caspar: GNDHagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid

Karl V., Kaiser: GNDHagrid

Maior, Georg: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Philipp von Hessen: GNDHagrid

Orte:

Düren: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid