[1] Da Luther in seinen Auslegungen mit fortschreitendem Alter immer einfacher und lebensnaher wird ein Vorgang, der auch an Karneades (laut Plutarch), Dürer, Sophokles und Cicero zu beobachten ist , soll D. auch die restlichen Nachschriften der Genesisvorlesung veröffentlichen [vgl. B.Klaus, Veit Dietrich (1958), 17 Nr. 22]. M. wird Hz. Johann Ernst [von Sachsen] zu verstehen geben, daß es zur Pflicht der Fürsten gehört, solche der Kirche dienenden Studien zu fördern [⇨ 3411]; er ist freigebig, steht aber unter dem Einfluß wissenschaftsfeindlicher Räte.
[2] M. betet für die Befreiung des Hieronymus Baumgartner. Er will [Lgf. Philipp von Hessen] bitten, mit jenen Rittern [Albrecht von Rosenberg u.a.] deswegen zu verhandeln [⇨ 3756].
[3] Den [Hieronymus] Besold wird M. nach Kräften fördern.
[4] M. freut sich über D.s Genesung und tröstet ihn.
[5] Anbei die letzte Ausgabe der Loci [⇨ 3419]. Die von M. schon diktierten Abschnitte über den freien Willen [CR 21, 652-654 mit Anm.8] und die Erbsünde [CR 21, 665-668 mit Anm.39] werden leider erst in einer Neuauflage [⇨ 4037.3; CR 21, 564f Nr. 2] gedruckt werden können. M. über seine Arbeit und den Trost seines guten Gewissens, mit Spitze gegen [Veit Amerbach].
[6] Der Reichstag wird in Worms stattfinden [⇨ 3738]; M. ist beunruhigt und bittet D. um Nachrichten.
[7] Jonas bleibt zu M.s Bedauern in Halle [vgl. WAB 10, 677-679 Nr. 4040 und 11, 1f zu Nr. 4061].
[8] Gestern waren Jonas, Bugenhagen, Georg Maior, Cruciger und M. zu Luthers Geburtstag eingeladen.