M. an Veit Dietrich in Nürnberg.
- [Wittenberg], 19. Dezember [1544]
M. schickt eine Abschrift [vgl. K.Schornbaum: Zs. für bayerische Kirchengeschichte 13 (1938), 105f Nr. 8 (H3476]) des Briefes [3756], der an [Lgf. Philipp von Hessen] geschickt werden wird. Die Verzögerung entstand dadurch, daß M. seit 14 Tagen auf den ‚Herzog‛ genannten Boten wartet, der vor zwei Monaten zum Rhein zog. M., der gern durch eigene Gefangenschaft die Freiheit des Hieronymus [Baumgartner] erkaufen würde, bedauert, seinem Freund nicht helfen zu können, vertraut aber auf dessen Rettung durch Gott und Rückkehr zu Frau [Sibylle] und Kindern [u.a. Hieronymus d.J.]. Er hofft, daß jenen das Wissen um das menschliche Leid und die Tröstungen des Evangeliums, worüber M. im Schmerz um das Unglück seiner Tochter [Anna Sabinus, ⇨ 3566 u.ö.] in seiner neuen Ausgabe der Loci [⇨ 3419] geschrieben hat [letzte Fassung: CR 21, 934-955; MSA 2/2, 622-650], nicht verzweifeln läßt.
Fundort:
CR 5, 548f Nr. 3091.
‒ MBW.T 13.
Datierung:
Jahr von D. notiert.