M. an Hieronymus Baumgartner in Nürnberg.
- [Wittenberg], 3. Dezember [1542]
[1] M. preist B.s Hilfsbereitschaft für die Studenten und empfiehlt den Überbringer Leonhard Kettner aus Hersbruck für ein Pfarramt oder ein Stipendium.
[2] Für die Ägidienschule empfiehlt er den Hieronymus Wolf, der Michael [Roting] und Veit [Dietrich] bekannt ist, falls jedoch [der Rektor dieser Schule] auch als Musiker tätig sein muß, den Joachim [Heller].
[3] Kg. Ferdinand drängt Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen, auf dem Nürnberger [Reichs]tag zu erscheinen. Angesichts der braunschweigischen und jülichischen Angelegenheiten [⇨ 3026; 3072] und des Mißerfolgs in Ungarn [gegen die Türken, ⇨ 3066.3] ist vom [Reichs]tag nichts Gutes zu erwarten. Gebet. Die Nürnberger sollen ihre Aristokratie zu erhalten suchen; denn die Städte werden in dem drohenden Umsturz das Bollwerk für das übrige Deutschland sein.
Fundort:
CR 3, 613f Nr. 1756.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Jahr: Kettner studierte seit Sommer 1541 in Wittenberg. Zu 2 vgl. 3102.3; die Stelle bekam Heller (⇨ 3203f). Zu 3 vgl. Mentz, Johann Friedrich 2, 340: Im November 1542 und Januar 1543 wurde Kf. Johann Friedrich von Kg. Ferdinand durch Andreas von Könneritz zweimal vergeblich aufgefordert, in Nürnberg zu erscheinen (⇨ 3141).