Martin Luther an M. [in Regensburg].
- [Wittenberg], 4. April 1541
[1] L. schreibt schon zum zweiten Mal [⇨ 2645] und erwartet M.s Post [2648]. L. warnt voll Zorn vor den Vorschlägen des [Lgf. Philipp von Hessen] zum Frieden mit dem Kaiser und den Gegnern, die ihm Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen durch [Gregor] Brück zu lesen gab [vgl. WAB 9, 355-357 Nr. 3591]. Ohne Erörterung der Hauptartikel Wort und Sakrament kann nicht über Adiaphora verhandelt werden.
[2] M.s [und Crucigers] Familien sind wohlauf. [Christoph] Blanck ist gestorben. Augustin [Schurff] ist schwer krank.
[3] [Kf. Joachim II.] von Brandenburg und die Fürsten [Joachim und Johann] von Anhalt kommen zum Reichstag mit übertriebenen Hoffnungen auf den Kaiser und das Papsttum.
[4] L. arbeitet durch Krankheit gehemmt am Hesekiel [vgl. WA Bibel 11/2, LXXXIIff].
Fundort:
WAB 9, 358f Nr. 3592 mit 13, 293 und O.Waltz: ZKG 2 (1878), 142 [H2209].
‒ MBW.T 10.