Lgf. Philipp von Hessen an Martin Luther und M. in Wittenberg. Dt. Nicht zugestellt. - Kassel, 9. Juni 1540
[1] L. wurde von M. über Ph.s Doppelehe [⇨ 2386] mit [Margarete von der Sale] unterrichtet. Ph. hätte sie gern geheimgehalten, doch seine Schwester [Hzn. Elisabeth von Sachsen zu Rochlitz] u.a. konnten nicht schweigen.
[2] Hz. Moritz von Sachsen zeigte Verständnis. Doch Hz. Heinrich von Sachsen ließ die Mutter [Anna von der Sale] zu sich bringen. Ph. hatte deren Einwilligung nur durch Mitteilung u.a. des Gutachtens [2326] und der Einverständniserklärung seiner Gemahlin [Christina von Sachsen] sowie der Zusage des Schutzes erhalten können.
[3] Er bittet nun L. und M., Hz. Heinrich und die Dresdener Geistlichen über seine Doppelehe vertraulich aufzuklären und [Annas] Freilassung zu erwirken.
Fundort:
WAB 9, 126-129 Nr. 3491 mit 13, 285f.
‒ MBW.T 9.